Vom Morgengebäck nebenan bis zum Bauernmarkt — Pötzleinsdorf und Währing sind ein Genussrevier, das man erst entdecken muss, um es nicht mehr missen zu wollen.
Währing ist kein Geheimtipp mehr — und das zu Recht. Der 18. Bezirk hat sich in den letzten Jahren zu einer der lebenswertesten Adressen Wiens entwickelt: mit einem Markt, der seit 1885 besteht, Restaurants, die ihre Gäste ernst nehmen, und einer Kaffeehauskultur, die zwischen Tradition und Gegenwart pendelt, ohne sich für eines entscheiden zu müssen. Wer im Das Winzer wohnt, ist an diesem Grätzel direkt dran.
„Guter Genuss beginnt nicht im Restaurant. Er beginnt damit, zu wissen, wo man einkauft, welcher Stand an einem Samstagmorgen die besten Tomaten hat — und wo danach der Kaffee richtig gut ist.“
Der Morgen — Linsbichler, direkt nebenan
Pötzleinsdorfer Straße 89. Das ist, buchstäblich, der Nachbar. Die Bäckerei und das Café Linsbichler — von den Stammbewohnern des Grätzel schlicht „zum Türkenloch“ genannt — öffnet um Viertel nach sechs. Wer früh aufsteht, wird belohnt.
Wer beim Brot keine Kompromisse macht, dem sind Öfferl und Joseph ein Begriff — und ein Pflichtprogramm. Beide stehen für Sauerteighandwerk auf höchstem Niveau und für Gebäck, das für sich selbst spricht. Ein Umweg, der keiner ist.
Schnell erreicht — das Grätzel zu Fuß
Keine fünf Gehminuten vom Das Winzer liegt die Bio-Pizzeria VERO, direkt beim Eingang zum Schlosspark. Sie ist täglich ab halb zwölf geöffnet. Bio-Zutaten, echte Teigarbeit, eine große Auswahl auch für vegane Ernährung — und eine Nähe zum Park, die Familien besonders schätzen.
Der Samstag — Kutschkermarkt
Wer in Pötzleinsdorf wohnt und sich samstags Zeit lässt, dem empfiehlt sich der Weg zum Kutschkermarkt in Währing — rund 10 Minuten mit der Straßenbahn. Der Kutschkermarkt ist einer der beiden letzten Straßenmärkte Wiens, seit 1885 in der Kutschkergasse, und er ist das kulinarische Herz des 18. Bezirks.
Samstags gesellen sich zu den fixen Ständen Bauern aus der Region, die ihre Produkte oft in Bioqualität anbieten: Obst, Gemüse, Käse, frisches Brot, Wein, Säfte, Marmeladen.
Rund um den Markt hat sich eine Gastronomie entwickelt, die zum Verweilen einlädt. Das Café Himmelblau, direkt am Markt, ist das, was ein Kaffeehaus sein sollte: hell, freundlich, mit guter Frühstückskarte und einem Mittagsmenü, das täglich wechselt.
Das Café Franze ist ein weiterer Fixpunkt am Kutschkermarkt — ein Ort, an dem man ankommt und dann länger bleibt als geplant, weil die Atmosphäre es schlicht nicht zulässt, in Eile zu sein.
Im Restaurant Kutsch wird mit frischen Zutaten direkt vom Markt gekocht — gutbürgerlich österreichisch mittags, modern und präzise abends.
Das Kutschker 44, in einer kleinen Fußgängerzone am anderen Ende des Marktes, serviert Küche mit Weinbarcharakter: Beef Tatar, Dry Aged Rind, saisonale Überraschungen und eine Weinkarte, bei der man länger bleibt als geplant.
Und Paul & Worthmann, einst zwei Marktstände, heute Aperitivo-Bar und Restaurant, bringt den Nachmittag zum Stehen — mit Spritz, Champagner und Küche, die Snackification ernst nimmt.
Was das bedeutet, wenn man hier wohnt.
Nahversorgung klingt nach Alltagsbegriff. In Pötzleinsdorf ist sie ein Privileg. Morgengebäck, das wirklich gut ist. Ein Markt, der saisonal denkt. Wirtshäuser, Cafés und Restaurants, die kochen und einschenken, weil sie es lieben. Und ein Grätzel, das man abends zu Fuß erkunden kann — ohne Stadtplan, ohne Reservierung, ohne Plan.
Wir haben das Das Winzer an der Pötzleinsdorfer Straße 93 nicht zufällig gebaut. Die Adresse ist die Empfehlung.